Tiere: Balsam für die Seele
Jun 27th, 2011 | By Simone | Category: Interviews
Interview mit Mona Menschik von Tiere für die Seele e.V.
Welches Konzept hat Tiere für die Seele?
Im Fokus unseres Projektes stehen alle Menschen, die in sozialen – medizinischen Einrichtungen leben und betreut werden, wie zum Beispiel Seniorenheime, betreutes Wohnen, Mehrgenerationshäuser, Krankenhäuser und Behinderteneinrichtungen. Diese Einrichtungen sollen mit einem Tierhof bereichert werden oder bei Neubauten wird ein angrenzender Tierhof mit eingeplant. Ein Tierhof ist eine Begegnugsstätte für jung und alt für Gesunde und Kranke. Die Menschen halten sich auf dem Tierhof auf, sie können die Tiere versorgen, Hühner beobachten, Kaffe trinken mit einem Kätzchen auf dem Schoß und leben mit den Tieren zusammen. Junge Arbeitslose oder sozial benachteiligte Jugendliche betreuen und begleiten die Senioren. Auch Veranstaltungen wie Teamevents für Arbeitnehmer oder Manager, Besuche von Kindergärten und Schulen, Foto-und Künstlerkurse und Literaturlesungen finden regelmäßig statt und schaffen eine kulturelle Atmosphäre.
Was ist das Ziel?
Das selbstverständliche Mit- und Füreinander zwischen Mensch und Tier soll mehr Raum bekommen.
Das Glück mit „tiergestützter Betreuung“ kann intensiv erlebt werden. Kinder, Kranke, Behinderte und Senioren sind auch in schwieriger gesundheitlicher Situation offen für den Kontakt mit Tieren und ein Glücksgefühl gibt Kraft und Zuversicht. Junge Menschen, die auf dem Tierhof arbeiten, erleben ein bisher ungewohntes Netz aus Verantwortung, Liebe, Freude und Respekt im Umgang mit alten, kranken, behinderten Menschen und Tieren. Tiere finden ein neues Zuhause und Menschen die Tiere mögen können tägliche Aufgaben übernehmen und Freude dabei haben. Tiere für die Seele e.V. soll eine Initiative werden, die so selbstverständlich ist, wie die Nachbarschaftshilfe oder der Tierschutzverein.
Für wen eignet sich das Projekt bzw. wer sind die Zielpersonen?
Ein Tierhof eignet sich im Grunde für jeden, da sowohl externe als auch Bewohner den Hof nutzen können. Egal ob Senioren, Jugendliche, Kinder, Demenzkranke, Schüler, Angestellte, Manager oder Naturliebhaber ein Tierhof bietet für alle Platz. Auch Schüler und arbeitsuchende Jugendliche können Praktika machen und Berufe wie Tier- und Altenpfleger erproben.
Was hat Sie zu diesem Projekt bewegt?
Mit diesem Projekt wollen wir auf das humane, soziale und ganzheitliche Miteinander in unserem Leben aufmerksam machen. Wir wollen Lebensgefühl vermitteln und die Menschen zum Hinschauen motivieren. In einem Seniorenheim, zum Beispiel, liegen viele Senioren und warten auf den Besuch ihrer Angehörigen. Sie haben während des Wartens keine Veranlassung sich zu bewegen und die Muskeln verkümmern schnell. Doch mit Hilfe eines Tierhofes, könne man die Senioren so motivieren, dass sie auch während der Abwesenheit ihrer Familie beschäftigt sind.
Welche Aufgabe haben die Tiere auf dem Hof und woher stammen diese?
Aus den angrenzenden Tierheimen werden geeignete Hunde und Katzen aufgenommen.
Lamas, Alpakas oder Schafe werden beginnend in einer kleinen Herde aufgenommen und durch die halbjährliche Schur gibt es Wolle zum Verkauf oder zur eigenen Weiterverarbeitung.
Hühner liefern Eier, Hasen, Enten und Gänse können auch von Rollstuhlfahrern gefüttert werden.
Esel eignen sich gut für geführte Eseltouren, die von Reiseveranstaltern buchbar sind.
Wie soll sich das Projekt finanzieren?
Durch Sponsoring für Grundstücke, Häuser, Tiere und der Grundausstattung. Die laufenden Kosten können durch Krankenkassen, Arbeitsämter, Ausbilder, Heimkostenzuschlag und Reiseveranstalter gedeckt werden.
Wie kann das Projekt unterstützt werden?
Wie bereits erwähnt, suchen wir Sponsoren für Grundstücke, Häuser und Tiere aber auch sehr wichtig sind für uns Unterschriften. Wir planen eine Vorlage beim Sozialministerium und brauchen dafür viele Unterschriften.
Vielen Dank für das Interview an Frau Menschik von Tiere für die Seele e.V.
Wenn Sie auch eine Unterschriftenliste in Ihrer Praxis, Einrichtung oder sonstiges auslegen oder zu diesem Projekt mehr Informationen möchten wenden Sie sich bitte an Frau Menschik info@monamenschik.de.















